
Seit dem 1. Juli 2025 setzen neue Vorschriften in Spanien Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb erheblich unter Druck. Die spanische Regierung hat mehr als 120.000 Inserate identifiziert, die gegen das Gesetz verstoßen – über die Hälfte wurde bereits entfernt.
Spanien hat sich rasant zu einem der am stärksten regulierten Länder Europas für Ferienvermietungen entwickelt. Als Reaktion auf zunehmenden Wohnungsmangel, steigende Mieten und wachsende Unzufriedenheit der Bewohner in touristisch geprägten Gegenden führte die Regierung am 1. Juli 2025 eine neue Regel ein: Alle Kurzzeitvermietungen müssen eine gültige Touristenlizenznummer öffentlich anzeigen – oder werden von den Inserats-Plattformen entfernt.
Laut Reuters wurden in Spanien bereits 65.000 Inserate von Airbnb entfernt. Weitere 54.728 sind wegen fehlender Touristenlizenz zur Prüfung markiert. Diese Inserate verteilen sich über das ganze Land, mit Schwerpunkten in Städten wie Barcelona, Madrid und Valencia sowie in touristischen Hotspots wie den Balearen und Kanarischen Inseln.
Diese landesweite Überprüfung erfolgt in Zusammenarbeit mit Airbnb, das in einer Pressemitteilung erklärte, es „unterstütze Spaniens Initiative zur Verbesserung von Transparenz und Legalität bei Ferienvermietungen“.
Wenn Sie ein Haus in Spanien besitzen, aber im Ausland leben – insbesondere wenn Sie es kurzfristig vermieten – ist es jetzt entscheidend, dass Sie:
Eine gültige Touristenlizenz besitzen: Die Vorschriften unterscheiden sich je nach Region. Die Balearen können beispielsweise Mindestabstände zu Nachbarn verlangen, während Valencia stadtteilbezogene Quoten durchsetzt.
Ihre Lizenznummer in Inseraten anzeigen: Dies ist auf allen Plattformen verpflichtend – Airbnb, Booking.com, Vrbo und private Websites.
Die Steuergesetze einhalten: Einnahmen aus Kurzzeitvermietung sind steuerpflichtig. Die Behörden gehen bei der Durchsetzung zunehmend proaktiv vor, insbesondere gegenüber Nicht-Residenten.
Auf den ersten Blick könnte es scheinen, als wolle Spanien Kurzzeitvermietungen komplett unterbinden – das ist jedoch nicht der Fall. Das Hauptziel ist die Beseitigung unregulierter Vermietungen, die an der Besteuerung vorbeigehen und die Sicherheit der Gäste gefährden.
Dennoch bringen die neuen Regeln für Investoren und Ferienhauseigentümer neue Hürden mit sich: Eine Touristenlizenz zu erhalten kann Monate dauern, und einige Regionen haben Moratorien für neue Genehmigungen verhängt.
Spanien ist nicht allein. Städte wie Amsterdam, Paris und Berlin verschärfen ihre Vermietungsregeln seit Jahren. Auch die EU bewegt sich auf eine einheitliche Gesetzgebung zu – standardisierte Anforderungen in allen Mitgliedstaaten werden bis 2026 erwartet.
Fazit
Für nicht-residente Immobilieneigentümer in Spanien war es noch nie wichtiger, proaktiv zu handeln. Den Lizenzstatus zu prüfen, Vermietungsinserate zu aktualisieren und die regionale Gesetzgebung zu verstehen, ist nicht mehr nur bewährte Praxis – es ist eine gesetzliche Pflicht.
Mit klareren Regeln, mehr Aufsicht und strengerer Durchsetzung ist es entscheidend, informiert und konform zu bleiben, damit Ihre Investition in Spaniens sich wandelndem Kurzzeitvermietungsmarkt legal und rentabel bleibt.
Für nicht-residente Eigentümer bedeuten diese neuen Anforderungen, dass korrekte Informationen und regelkonforme Abwicklung wichtiger denn je sind. Genau hier kommt Estity ins Spiel.
Als autorisierter Kooperationspartner der spanischen Steuerbehörde und Mitglied des spanischen Immobilienverbands (GIPE) entwickelt Estity eine digitale Plattform, die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist:
Alles an einem sicheren, benutzerfreundlichen Ort – verfügbar auf Englisch und Schwedisch.